Harte Wäsche wieder weich bekommen

Ein Kuddelmuddel an Tipps wie man harte Wäsche wieder weich bekommt kursiert im Internet.
Mal ist die Rede von Essig, mal muss mal wieder das gute alte Natron dafürhalten, dann wird Haarshampoo oder gar eine Haarspülung empfohlen und mit anderen selbstzusammengebrauten Geheimwässerchen hören diese oftmals gut gemeinten Ratschläge noch lange nicht auf. Ein Problem wird dabei aber offenbar, dass zu wenig Wissen über die einzelnen Wollarten sowie Kunstfasern und Naturfasern existiert. Da werden Tipps, die für Schurwolle sicherlich gut wirken, auch erfolglos an Baumwolle ausprobiert. Der Ärger ist dann oftmals groß. Dass diese beiden Wollarten jedoch in erster Linie nur einen Namensteil gemeinsam haben, bleibt dabei außen vor.

An dieser Stelle will ich etwas Licht in das Dunkel bringen.

Ein häufiges Problem bei Baumwolle ist: Pullover oder auch andere Kleidungsstücke werden mit der Zeit steif. Viele Wäschen führen dazu, dass sich Kalkablagerungen im Gewebe sammeln. Dadurch lässt die Elastizität merkbar nach und das Kleidungsstück fühlt sich hart und ungemütlich an. Auch ein unangenehmes Kratzen ist oftmals auf der Haut zu spüren.

Schon ein Anziehen eines Pullovers kann dann zur Qual werden, wenn der Ausschnitt kaum nachgibt und sich dann auch noch ziemlich ausgeleiert um den Hals legt.

Da ist man schon kurz davor dem ehemaligen Lieblingspullover in die hinterste Ecke des Kleiderschrankes zu verbannen. Im besten Fall erhält das gute Stück ein zweites Leben als Putzlappen. Aber soweit muss es nicht kommen, dagegen gibt es Abhilfe.

Ein Tipp, der nicht unbedingt von der Hand zu weisen ist: der häufige Gebrauch des Kleidungsstückes. So bleiben die Fasern in Bewegung, doch das zögert nur die vollständige Verkalkung hinaus.

Eine Maßnahme, die wirklich gegen steife und kratzige Pullover hilft ist so simpel wie auch wirksam. Ein wenig Essig ins Waschwasser reicht im Allgemeinen völlig. Dazu nimmt man normalen Haushaltsessig mit 25 Prozent Säureanteil. Davon reichen schon etwa 100 Milliliter einfach in die Trommel der Waschmaschine geschüttet. Waschmittel muss nicht dazu gegeben werden.

Während des Spülvorganges verflüchtigt sich auch der typische Geruch des Essigs. Vielleicht noch etwas Weichspüler dazu und die Rettung des Pullovers oder des Kleidungsstückes aus Baumwolle sollte geglückt sein. Ein netter Nebeneffekt der ganzen Sache ist, dass nach dem Waschen die Farben aufgefrischt wieder viel schöner zur Geltung kommen.

Andere schwören wiederum auf ein Einlegen der Baumwoll-Kleidung über Stunden in Essigwasser und einem anschließenden Waschgang. Auch dieses dürfte wirksam sein, aber meiner Erfahrung nach ist das nicht notwendig.

Auch der Wäschetrockner soll in Sachen flauschige Wollpullover Wunder verbringen können. Aber ob der auch dem eigentlichen Übel zu Leibe rückt, darf bezweifelt werden.

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